Das älteste Verfahren ist die Photorefraktive Keratektomie (PRK) mittels eines Excimer-Lasers, die zur Korrektur der Fehlsichtigkeit wissenschaftlich anerkannt ist. Das modernste Verfahren schließlich ist die Laser in situ Keratomileusis (LASIK) mittels eines Excimer-Lasers. Die LASIK ist zur Korrektur der Kurzsichtigkeit (Myopie) und zur Korrektur der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) wissenschaftlich anerkannt. Eine Weiterentwicklung ist die wellenfront-gesteuerte LASIK (WFLASIK).
Die Einstufung der LASIK als "wissenschaftlich anerkannt" wurde gemeinsam durch die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), Heidelberg, und den Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Düsseldorf, vorgenommen.
Die Einstufung eines Verfahrens als "wissenschaftlich anerkannt" erfolgt nach folgenden Kriterien:
"Ein Verfahren wird als "wissenschaftlich anerkannt" bezeichnet, wenn die Vor- und Nachteile dieses Verfahrens weitestgehend bekannt sind, der Anwendungsbereich klar umschrieben werden kann, und Langzeitergebnisse vorliegen, die Spätkomplikationen unwahrscheinlich erscheinen lassen." (Zitat aus den Richtlinien der Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA))
-> Photorefraktive Keratektomie (PRK)
-> Laser in situ Keratomileusis (LASIK)
-> Wellenfront-gesteuerte LASIK (WF-LASIK)
![]()
Photorefraktive Keratektomie (PRK):
Bei dieser Technik erfolgt ein "Abschleifen" der Hornhaut mit einem Excimer-Laser. Das Zentrum der Hornhaut ist ca. 0,5 mm dick, ihr Rand ca. 1 mm. Mittels des Lasers wird nun ein ca. 0,1 mm dicker Teil der zentralen Hornhaut abgeschliffen, um die Fehlsichtigkeit auszugleichen.
Die PRK wird seit 1986 angewandt und wurde 1995 sowohl von der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) als auch vom Berufsverband der Augenärzte (BVA) als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren zur Korrektur der Kurzsichtigkeit und des Astigmatismus eingestuft. Nachteile der PRK bestehen in der langsamen Heilung und in den zum Teil deutlichen Schmerzen nach der Operation.
<<< nach oben
![]()
Laser in-situ Keratomileusis (LASIK):
Bei dieser Methode wird nicht die Oberfläche der Hornhaut geschliffen, sondern das Innere der Hornhaut. Das Verfahren ist in den Abbildungen a)-c) schematisch dargestellt.
|
|
|
|
Abbildung a) |
Abbildung b) |
Abbildung c) |
|
Die LASIK wird seit 1990 angewandt und wurde 1999 sowohl von der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) als auch vom Berufsverband der Augenärzte (BVA) als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren zur Korrektur der Kurzsichtigkeit und des Astigmatismus eingestuft.
Der Vorteil der LASIK gegenüber der PRK besteht darin, dass die Oberfläche der Hornhaut nicht zerstört wird. Daher ist die Narbenbildung nach der LASIK deutlich geringer als nach der PRK und Sie haben nach der Operation keine Schmerzen. Die Hornhautoberfläche ist mit der Haut vergleichbar: eine große Abschürfung der Haut ist wesentlich schmerzhafter und hinterlässt eine größere Narbe als eine kleine Schnittwunde.
<<< nach oben
![]()
Die wellenfront-gesteuerte LASIK
Die Wellenfront Technologie hat ihren Ursprung in der Entwicklung von Kontaktlinsen und intraokularen Kunstlinsen sowie bei der Diagnostik von Netzhauterkrankungen. In Kombination mit der der LASIK-Methode wird ein Laserstrahl durch das Auge auf die Netzhaut projiziert. Das Licht wird durch den Glaskörper, die Linse, die Pupille und die Hornhaut zurückgeworfen. Ein Sensor misst nun die Irregularitäten des reflektierten Lichts (Wellenfront) an über 50 verschiedenen Punkten und produziert eine präzise, dreidimensionale Landkarte des visuellen Systems Auge inklusive aller Irregularitäten bzw. Aberrationen. Mit Hilfe dieser Untersuchung können auch Aberrationen höherer Ordnung festgestellt werden, die z.B. Halos, Glare oder verschwommene Bilder verursachen können.
Die gewonnenen Daten fließen in eine mathematische Formel ein, die wiederum vom Chirurgen genutzt wird, um den Laser zu programmieren.
Damit ist es theoretisch möglich, Brechkraftunterschiede des Auges durch unterschiedlichen Gewebeabtrag an verschiedenen Stellen der Hornhaut zu berücksichtigen.
Demzufolge kann die wellenfront-gesteuerte LASIK unter Umständen in Augen mit Aberrationen höherer Ordnung oder irregulären Astigmatismus die optische Qualität verbessern. Im Gegensatz dazu bringt die wellenfront-gesteuerte LASIK in Augen ohne Irregularitäten oder Aberrationen keinen Vorteil.
Der Hauptvorteil der wellenfront-gesteuerten LASIK ist jedoch der Erhalt oder die Verbesserung des Dämmerungssehens nach dem refraktiven Eingriff.
Ob der Einsatz der wellenfront-gesteuerten LASIK für Sie vorteilhaft ist, wird im Rahmen einer umfassenden Voruntersuchung festgestellt.
<<< nach oben






